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5 Strategien für ein Weihnachten ohne Zusatzkilos

Hast du Sorge, an Weihnachten zuzunehmen? Nicht ganz unbegründet, denn die meisten Deutschen legen über die Feiertage zwischen 0,5 und 3 kg zu. Solltest du jünger als 30 Jahre sein, ist das kein Problem. Dann sind die Kilos wahrscheinlich schnell wieder unten. Bist du älter? Dann können sich die zusätzlichen Pfunde aufgrund des sinkenden Energiebedarfes, der hormonellen Veränderung und geringerer Muskelmasse hartnäckig halten.

 

Um erst gar nichts anzusetzen, lautet die Strategie vieler Kunden: VERZICHT. Kein Speck und die Gans nur ohne Haut, kein Nachtisch, keine Lebkuchen und Vanillekipferl. 

 

Warum ist der Verzicht eine Sackgasse mit bitterem Ende? 

 

Je mehr du dir solches Essen verbietest, desto attraktiver wird das Ganze. Angenommen, ich sage zu dir: denk nicht an einen blauen Elefanten. Welches Bild siehst du? So sehr du dich anstrengst, der blaue Elefant ist präsent. Übertragen heißt es: denk nicht an Schokolade, Plätzchen, fettigen Käse usw.. Deine Gedanken werden automatisch um diese „verbotenen“ Leckereien kreisen.

 

Wehe, du konntest dem duftenden Plätzchen nicht widerstehen. Dein guter Vorsatz bröckelt wie alter Putz von der Mauer und du denkst: „Jetzt ist es auch egal“. Der restliche bunt bestückte Keksteller ist nicht mehr vor dir sicher.

 

Was kannst du also tun?

1.) Streiche deine imaginäre "Diese-dinge-sind-ungesund"-Liste

Genieße lieber das Essen! Stell dir vor, du müsstest jemandem das Essen genau beschreiben: wie sieht es aus? Nach was duftet es? Ist es knackig, weich, cremig, knusprig, kalt, warm? Welche Aromen schmeckst du heraus? Ist es süß, salzig, sauer, bitter oder umami (japanischer Begriff für deftig und herzhaft)?

2) Iss l-a-n-g-s-a-m

Genuss kann nur funktionieren, wenn du langsam isst. Oder hast du schon einmal einen Kochshow-Juror gesehen, der den Rehrücken mit Panko-Lebkuchen Kruste und die soufflierten Nougat-Crêpes an Preiselbeer-Sorbet in nullkommanix runtergeschlungen und den stundenlang geköchelten Glühwein hinterher geschüttet hat? 

3) Höre auf deinen Körper

Im Straßenverkehr gibt es alle paar Meter ein Signalschild. Tempolimits, Vorsicht vor Krokodilen - okay, nur in Florida - und das Stoppschild. Dein Körper besitzt ebenfalls ein integriertes Stoppsignal, das  Sättigungshormon Leptin. Schützt dich vor übermäßigem Essen und den daraus resultierenden Folgen: Magenschmerzen, Übelkeit, Sodbrennen und absoluter Trägheit. Nicht gerade das, was man sich zu Weihnachten wünscht, oder? Das Signal schüttet der Körper übrigens erst nach ca. 20 Minuten aus. Langsam essen (Punkt 2) macht also doppelt Sinn.

4) Hinterfrage deine Glaubenssätze

Wenn ich den xy schon rieche, dann kann ich mich nicht beherrschen. 

Mag sein, dass dir das bisher so gegangen ist. Das muss aber nicht bedeuten, dass es dir diesmal nicht gelingt, die Punkte 1-3 zu beherzigen. Und, je öfter du dir (unbewusst) Dinge einredest, desto öfter ist dein Gehirn davon überzeugt, dass dies der Wahrheit entspricht. Dieses psychologische Phänomen nennt sich auch selbsterfüllende Prophezeiung und ist in vielen Studien nachgewiesen worden.  

5) DU DARFST NEIN SAGEN

Kommen dir diese Sätze bekannt vor? „Iss doch noch ein Stückchen“. „Das habe ich extra für dich gekocht“. „Probier unbedingt davon, das ist nach einem Sternekoch-Rezept“.  

Eigentlich ist dein Magen bis oben hin voll, aber du möchtest nicht ablehnen. Wäre ja unhöflich. 

Moment mal, es geht doch um DEIN Wohlbefinden! Wer entscheidet über Völlegefühl, Magenschmerzen und Weihnachtsgans-Koma? Einzig und allein DU! Es ist zwar bedauerlich, wenn dir andere das übel nehmen, aber das ist DEREN Thema.

Vielleicht kannst du einen Kompromiss anbieten. Wie wäre es, etwas davon einzupacken und mit nach Hause zu nehmen?

Ich finde, zu Weihnachten gehört ein festliches Essen und kein Selleriesmoothie. Das ist Teil der Ess-Kultur und vollkommen legitim. 

Und Weihnachten muss weder Verzicht noch Völlerei bedeuten. Nimm doch den gesunden Mittelweg !

 

 

FROHE WEIHNACHTEN!